Chronik

Werdegang der Abteilung

Kendo - wörtlich der »Weg des Schwertes« – ist die japanische Fechtkunst, die als Sport eigentlich erst nach dem Zweiten Weltkrieg außerhalb Japans Verbreitung fand. Als sehr »technische« Sportart erfordert Kendo zunächst eine gewisse Lehrzeit (streng genommen endet diese nie), jedoch kann im Sportkendo auch sehr viel durch Kampfgeist – eine Ansbacher Stärke – gewonnen werden.

stefan kellerDie Abteilung Kendo ist noch eine relativ junge Abteilung, sie wurde erst 2002 gegründet. Abteilungsleiter und Funktionär seit den Anfängen des Kendo in Ansbach ist Herr Stefan Keller. Mit gegenwärtig 50 Mitgliedern, davon allein 23 Jugendliche und Kinder, besitzt die Abteilung Kendo schon seit einigen Jahren eine stabile Größe.

Ein kurzer Abriss der Geschichte des Kendo in Ansbach

Der Anfang

Nach der Rückkehr eines alten Freundes aus dem Exil (der »Auswanderung nach Kanada«) wird 1993 in einer Gruppe von Freunden - vorwiegend ehemalige Judokas – im Biergarten die Idee geboren, in Ansbach Kendo zu betreiben.

Als Trainer wird der »Exilant« gewonnen, der durch seine Erzählungen vom Kendo in Kanada, das er selbst erfolgreich betrieb, den Funken zu dieser Idee lieferte.

1993 Idee: Kendo in Ansbach?

Anfang des Jahres 1994 erfolgt die Angliederung an den TSV 1860 als Untergruppe des Judo.

Alte Kontakte werden erfolgreich wiederbelebt. Innerhalb von zwei Wochen kann der Trainingsbetrieb aufgenommen werden. Mit Hilfe eines befreundeten Kendo-Vereins aus Nürnberg, wird die in Ansbach neue Sportart in der Eyber Turnhalle der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Resonanz war schlichtweg überwältigend. Mit einer brechend vollen Halle und einer Anfänger-gruppe von über dreißig Personen im Anschluss hatte niemand gerechnet.

Die Jahre 1994 bis 2001:

Die Anfangsjahre waren gekennzeichnet durch den Aufbau gefestigter Strukturen und das Engagement aller Kendotreibenden.

1994 Kendo als Untergruppe der Judoabteilung

Unterstützung erfolgte dabei durch japanische und kanadische Freunde (Ausrüstung, Lehrgänge, Besuche, Gaststudenten). Beständige Werbung durch Vorführungen (in Schulen und Kindergärten, im Rahmen des Stadtfestes, bei gewerblichen Veranstaltungen) und die Durchführung von Turnieren in Ansbach schlug sich in einem stetigen leichten Wachstum der Kendogruppe nieder, leider jedoch mit wechselndem Personenkreis. Die Stärke der Gesamtgruppe von Kendokas pendelt sich über die Jahre bei 40 bis 60 Mitgliedern ein.

Bereits in diesen Jahren erfolgt durch gezielte Jugendarbeit im Training die Konzentration auf jüngere Altersgruppen.

Veranstaltungen in Ansbach:

  • 1996 Bay. Landeslehrgang mit Kazuyoshi Higashi siebter Dan Tokyo Police
  • 1996 Bayerische Meisterschaft in Ansbach
  • 2000 Bundes Kyu Turnier

Erfolgreiche Sportler (auf bayerischer und Bundes-Ebene):

  • Markus Sessner
  • Martin Grossberger
  • Jochen Maurer
  • Christoph Angene
  • Stefanie Lenz
  • Christoph Stolle

Die Jahre 2002 bis 2010:

Im Jahre 2002 erfolgte mit der Gründung einer eigenen Abteilung die Loslösung vom Judo.

Die folgenden Jahre waren geprägt durch konsequente Verfolgungen der Jugendarbeit. Insbesondere sind die Jugend-Lehrgänge in Ansbach mit Sensei (Meister) Kozaki aus Urbach zu einem festen Bestandteil der Jahresplanung geworden.

2006: Gründung einer »Minis-Gruppe« im Jahre 2006.

2006: Gründung einer »Minis-Gruppe« im Jahre 2006.
Besonders hervorzuheben ist die Gründung einer »Minis-Gruppe« im Jahre 2006.

Ansbach hatte damit – und dies hat sich bis heute nicht geändert – die jüngsten Kendoka in Bayern,mit ihren damals vier Jahren waren dies, wie sollte es auch anders sein, die Söhne der Trainer (Grossberger und Keller).

2008: Ausscheiden von Martin Grossberger

Ein herber Schlag war dann 2008 das Ausscheiden von Martin Grossberger, der beruflich bedingt in die Schweiz auswanderte. Die Hauptlast der Verwaltungs- und Trainerarbeit lag nun allein auf Stefan Keller. Glücklicherweise ergab sich bald eine Entspannung der Situation durch die sehr engagierte Mitarbeit einzelner Vereinsmitglieder, vor allem jedoch der Geschwister Steffen und Iris Rottler. Mit Iris Rottler bestand 2009 dann auch das erste »Eigengewächs« die Prüfung zum ersten Dan (Schwarzgurt).

Veranstaltungen in Ansbach:

  • 2002 Deutscher Jugendcup
  • 2003 Deutsche Jugendmeisterschaften
  • 2004 Bayerische Meisterschaften
  • 2010 Bayerische Meisterschaften

Erfolgreiche Sportler (auf bayerischer und Bundesebene)

  • Christoph Angene
  • Christoph Stolle
  • Martin Lenz
  • Sebastian Schlecht

Merkposten:

  • 1998 dritter Platz Bundes Kyu Turnier, 2000 dritter Platz Bundes Kyu Turnier; Martin Grossberger, Jochen Maurer: beide 1996 dritter Platz Bayerische Mannschaftsmeisterschaft;
  • Christoph Angene: 2001 erster Platz Bayerische Einzelmeisterschaft; zweiter Platz Deutsche Jugendmeisterschaft (Schülerklasse);
  • Stefanie Lenz: 2001 erster Platz Bayerische Einzelmeisterschaft Jugend, dritter Platz Deutsche Jugendmeisterschaft;
  • Christoph Stolle: 2001 dritter Platz Deutsche Jugendmeisterschaft;
  • 1996 dritter Platz Bayerische Mannschaftsmeisterschaft;
  • Markus Sessner: 1995 Kampfgeistpreis Bundes Kyu Turnier, 1996 zweiter Platz Bayerische Einzelmeisterschaft
 

Einen detaillierten Rückblick der vergangenn Jahre können Sie unten stehender Tabelle entnehmen.

  • Das Jahr 2010 war – wie für viele andere Abteilungen auch – gekennzeichnet durch die Aktivitäten im Rahmen der 150 Jahr Feier unseres TSV 1860 Ansbach. Stellvertretend sei hier nur die gelungene Vorführung im Brücken-Center genannt.

    Sportliche Erfolge im Wettkampfbereich konnten 2010 leider nicht erzielt werden. Doch auch etliche erfolgreich abgelegte Kyu-Prüfungen zu höheren Graduierungen sind positiv zu vermerken.

    Die Mitgliederzahl hielt sich relativ konstant bei dem langjährigen Mittel von ca. 50. Allerdings gab die in ihrer Zusammensetzung recht schwankende Trainingsbeteiligung keinen wirklichen Grund zur Freude.

    Die turnusmäßigen Neuwahlen der Abteilungsleitung führten bis auf eine Position zu einer kompletten Neubesetzung der Posten:

    Abteilungsleiter: Stefan Keller
 (wie gehabt)
    Stellvertretende Abteilungsleiterin/Sportwartin: Elvira Gillwald (neu)
    Finanzen: Jürgen Sitzmann (neu)
    Schriftführer und Internet (Webmaster): Tobias Smolka (neu)
    Jugendbeauftragte: Johanna Bogenreuther (neu)
  • Mit Iris Rottler besteht das erste "Eigengewächs" die Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt).

  • Mit Iris Rottler besteht das erste "Eigengewächs" die Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt).

  • Leider ein Jahr ohne besondere Vorkommnisse, aber auch keine schlechten Nachrichten.

  • Beginn der Mini-Gruppe mit den jüngsten Kendoka Bayerns (ab 4 Jahre)

  • Lehrgang mit Kozaki Sensei vom 12.06.05

    Teilnehmer Dauer
    insgesamt 26 (davon 14 Rüstungsträger) 10.15 Uhr - 12.00 Uhr und von 14.30 Uhr - 17.00 Uhr

    Zu Beginn hat Kozaki Sensei alle Teilnehmer daran erinnert, dass Kendo eine Kampfsportart ist die mit dem Schwert bestritten wird und darum gebeten dementsprechend konzentriert bei der Sache zu sein. Die anschließenden Übungen waren geprägt von vier zu beachtenden Punkten: richtiger Abstand, gerader Schlag, lautes KIAI und SANSHIN. Diese Punkte wurden im Folgenden bis zur Mittagspause an Hand unterschiedlicher Schläge und Schlagkombinationen geübt, wie zum Beispiel Kote/ Do oder Kote/ Men.

    Das Nachmittagstraining hat mit einer kurzen Einführung in das Meditieren begonnen, fünf Minuten absolute Stille, diese Zeit sollte genutzt werden um sich innerlich auf das bevorstehende Training zu konzentrieren und die Alltagsgedanken abschalten zu können. Mit Rüstung ging es dann weiter, wobei auch hierbei darauf geachtet wurde, dass die "Nichtrüstungsträger" immer die Möglichkeit hatten mit einem "Rüstungsträger" zu trainieren.

    Die letzten 45 Minuten wurden dem Kampftraining gewidmet und trotz fortgeschrittener Zeit konnte man noch wunderschöne Kämpfe sehen. Insgesamt ein sehr gelungener Lehrgang für alle Teilnehmer; und hiermit nochmals einen herzlichen Dank an Kozaki Sensei.      

    Bayerische Meisterschaften 2005:  

    Auch in diesem Jahr war Ansbach wieder erfolgreich bei den Bayerischen Meisterschaften, diesesmal in München, vertreten. Am Samstag fand das erwachsenen Kyu- und Dan- Turnier statt. Es haben aus Ansbach bei den Kyu- Graden sechs Teilnehmer teilgenommen. Hier wurden die ersten Kämpfe zum teil gewonnen aber auch verloren, im Allgemeinen waren schönen Kämpfe zu sehen und vorallem Kampfgeist.

    Bei der Mannschaftsmeisterschaft sind zwei Ansbacher Mannschaften gestartet, von denen die Manschaft mit Martin Großberger, Benjamin Manglkammer und Stefani Lenz, dritter bayerischer Mannschaftsmeister geworden ist.

    Am Sonntag wurden die bayerischen Jugend-Meisterschaften ausgetragen, es starteten aus Ansbach fünf Jugendliche. Aus Ansbach erreichte Chem Richter den dritte Platz, Sebastian Schlecht und Stefanie Lenz wurden jeweils Vize-bayerische-Meister.

    An dieser Stelle nochmals Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer.

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  • Ein weiteres Highlight im Jahr 2004 war für uns die Deutsche Jugendmeisterschaft in Heimhausen bei München am 16 Oktober. Unter den insgesamt 54 Teilnehmern in Altersklassen (8-9) (9-12) (12-15) (16-18), war Ansbach mit 5 Kämpfern vertreten:

    Stefanie Lenz Altersklasse 16 bis 18 Jahre
    Sebastian Lenz Altersklasse 12 bis 15 Jahre
    Maximillian Altersklasse 12 bis 15 Jahre
    Marco Krämer Altersklasse 9 bis 12 Jahre
    Lukas Scholz Altersklasse 9 bis 12 Jahre